a la Hogwarts: Fußgängerbrücke stösst gegen Ladekran

„Was war das denn für eine Aktion, über die ich gelesen habe, und an welcher der Hellmich-Kranservice die Lage anschließend maßgeblich gerichtet hat?“ Das fragte ich Michael Findeiß, seines Zeichens Mit-Geschäftsführer im Unternehmen. Michael Findeiß versorgte mich dann mit Informationen und Fotos zu dieser Aktion.

Ein Baustoff-LKW war mit der 4,00 m hohen Fußgängerbrücke in Bensheim zusammengetroffen. Der LKW war eigentlich kein spektakuläres Fahrzeug. Ich vermute einfach, die Brücke hat sich – Hogwarts-artig – ganz plötzlich dem LKW mit Ladekran entgegen geneigt 🙂 Ernsthaft: Laut Aussage des Polizeisprechers war der Ladekran nicht komplett heruntergefahren. Die Brücke hatte den LKW eingedrückt, und der Fahrer wurde in der Kabine eingeklemmt. Glücklicherweise ist diesem Menschen außer leichten Verletzungen nichts passiert. Und über die Brücke ist zum Zeitpunkt des Zusammentreffens mit dem Ladekran auch gerade niemand gegangen. Gut, dass ich nicht diejenige bin, die den Chef anrufen muss mit der Mitteilung: „Chef, mir ist da gerade eine Brücke auf mein Fahrzeug gefallen.“

Der Zusammenprall riss die Brücke an einer Seite aus ihrem Betonlager. Sie lag schräg über der breiten, zweispurig ausgebauten Straße. Hier kamen nun die Profis vom Hellmich-Kranservice ins Spiel, denn sie hatten die Aufgabe, im Tandemhub die Brücke so „beiseite zu legen“, dass der Verkehrsfluss wieder gewährleistet war. Es handelte sich um eine Stahl-Konstruktion – zum Glück! Denn der Baustoff Stahl hat aufgrund seiner Eigenschaften ein anderes Biegemoment als Beton. Betonteile nach so einem Crash anzuheben: Da bedarf es zuvor einer statischen Prüfung, denn innere, also nicht sichtbare Risse, können schnell zum Bruch der Konstruktion führen.

Die technischen Daten der anzuhebenden Brücken-Stahl-Konstruktion:
25 Meter lang und, 16 Tonnen schwer.

Beim Hellmich Kranservice ging gegen Mittag der Anruf ein „die Brücke schnellstmöglich zu bergen“. Denn: Der Berliner Ring ist die viel befahrene Parallelroute zur Autobahn. Michael Wunderlich, Projektleiter bei Hellmich Kranservice, hat dann sofort, mit Frank Daum vom Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) als Auftraggeber, die notwendige Ortsbegehung durchgeführt.

Im Hintergrund lief parallel zur Ortsbegehung das Szenario ab, dass man als Profi in solchen Fällen abspult: In der Dispo wurde die Verfügbarkeit von Kranen und Personal geprüft. Denn dank guter Auslastung rotierte man schon, galt es doch, die richtigen Leute und das passende Equipment für so einen Einsatz zu organisieren. Wie gesagt: Schnellstmöglich meint auch „Schnellstmöglich“.

Michael Wunderlich erstellte den Bergeplan, und forderte bei den Kollegen das notwendige Material an. Dazu gehörten auch zwei Krane, die bereits auf dem Rückweg ins Hellmich-Kranservice-Depot waren, und deren Kranfahrer – an einem Freitag nachmittag nicht ungewöhnlich – bereits vom Wochenende träumten. Flugs wurden die beiden Krane nach Bensheim, zum Berliner Ring umgeleitet. Der mitfahrende Ballast- LKW machte einen Zwischenstopp im Depot, um die von den Mitarbeitern bereits vorbereiteten Endlosketten aufzunehmen.

Gegen 15.30 Uhr erreichten die Krane den Einsatzort.

Wie das in einem solchen Krisenfall ist, waren Polizei und das THW vor Ort, denn für die Krane mussten geeignete Stellplätze vorbereitet werden. Das ging, dank der guten Zusammenarbeit dieser beiden Institutionen, schnell. Notwenige Absperrungen wurden vorgenommen bzw. erweitert, und – schon sind wieder in Hogwarts – widerspenstige Schilder mussten umgelegt werden.

Zunächst legte Michael Wunderlich mit den Leuten vom THW fest, wo das temporäre Lager für die Brücke vom THW baulich sicher vorbereitet wurde. Der Hubplan sah dann einen Tandem-Hub vor, da mehrere Bäume, sowie eine Gehwegbeleuchtung „umschifft“ werden mussten. Außerdem, so Hellmich-Kranservice-Geschäftsführer Michael Findeiß:

„Es war nicht ganz klar, ob der eingeklemmte LKW die Brücke ohne Gegenwehr freigeben würde.“

Zum Einsatz kamen zwei Faun-Tadano-Mobilkrane. Bereits kurz nach der Ankunft waren die Ketten unter Last, und der Tandem-Hub konnte beginnen.

Kran 1 wird positioniert
Das THW in Aktion

Am Funkgerät dirigierte Michael die beiden Kranfahrer, Sami und Willi, die mit gewohnt ruhiger Hand den Kommandos folgten. In langsamer, konstanter Bewegung wurde die Brücke angehoben, um die Straßenlaterne herum, und unter die am Gehweg gepflanzten Bäume. Dort wurde die Brückenkonstruktion dann auf ihr temporäres Lager abgesetzt. So ein Tandemhub bedarf noch einmal besonderer Präzision, verlangt doch ein Tandemhub von den beiden Kranfahrern und Projekteiter Michael absolutes Vertrauen, dass die Anweisungen auch auf den Zentimeter genau passen. Schließlich müssen die beiden Kranfahrer syncron mit einer Last von 16 Tonnen über 25 m Länge im Hub diese Last anschließend vorsichtig drehen und zum Lagepunkt positionieren.

Es geht los! Gaaanz vorsichtig…
…wird die Brücke angehoben…
…und weiter gehoben…
…und in Position gebracht für die seitliche Lagerung
Schwenk Richtung „über dem Lagerort“ – Gut gemacht, Jungs!
Geschafft! Die Brücke wird abgelegt,
und die Herren vom THW prüfen, ob die Lagerung gesichert ist.

Wir reden hier von dem durchgeführten Tandemhub. Den verunfallten LKW galt es auch noch zu bergen. Dies erfolgte durch ein Bergeunternehmen, nachdem der LKW von seiner Brückenlast befreit war. Während dieser Aktion wurde seitens des THW die sichere Lage der Brückenkonstruktion am Lagerort festgestellt, und die Anschlagmittel konnten entfernt werden. Inzwischen war es gut 17.00 h. Der Ballastauflieger ging in Stellung, und nachdem alles verstaut und gesichert war, konnte auch das Team Hellmich ins Wochenende starten.

Für mich ganz klar: Da hat ein professionelles Team „mal eben“ einen Einsatz gewuppt, der schnell und zügig erledigt werden musste – und auch schnell, zügig und zuverlässig erledigt wurde. Ein Team übrigens, von dem Geschäftsführer Michael Findeiß sagt: „Wir punkten nicht nur in Projekten, wenn es um die Auswahl der Maschinen geht.“

„Bei uns sind unsere Leute das, was es ausmacht.
Das haben wir in diesem Hauruck-Projekt gezeigt.“

Wer mehr wissen möchte über dieses professionelle Team ==> www.hellmich-kranservice.de

Hellmich Kranservice GmbH
Am Schwarzbach an der B 44
D-64560 Riedstadt-Erfelden
24 Std. Hotline: 0 61 58-18 84 18
E-Mail: dispo@hellmich-kranservice.de

Werbung durch Nennen und Verlinken von Namen und Marken.

Alle Fotos: Hellmich Kranservice GmbH

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