Das Schiff der Kelly-Family

Die Kübler-Company ist ja sehr vielseitig unterwegs. Ich weiß von „normalen“ Schwerlast-Transporten. Schiffsbefrachtungen. Transporte via Bahn in Spezialwagen mit Tragschnabel. Das alles habe ich, was Kübler betrifft, sehr wohl auf dem Schirm.

Auf dem Weg zum Hafen

Und dann sehe ich Fotos von einem Schiffstransport, durchgeführt durch diese Schwerlast-Spedition mit den grünen Autos und der weißen Schrift. Herrje, Schiffe fahren die auch? DAS war aber meiner Meinung nach ein Ausreißer. Flugs frage ich den netten Thorge Clever, seit wann man denn im Hause Kübler Schiffe transportiert? Das dürfte ja eher die Ausnahme sein, oder?

Und prompt kam von Thorge Clever: “ Dass Schiffstransporte für uns eher ungewöhnlich sind, möchte ich gerne dementieren 😊.“

Der Stein des Dementi, sozusagen, war der Transport des Schiffs der Kelly-Family.

Die Sean o´Kelley…

Dieses Schiff war ab 1989 viele Jahre die Heimat der Familie. Hinzu kam 1998 das ehemalige Gästehaus der Bundesregierung, Schloss Gymnich, als Hauptwohnsitz.

Natürlich habe ich sofort Wikipedia zu Rate gezogen, weil diese Familie schon sehr speziell ist, und ich einfach ´mal mehr darüber wissen wollte.Schließlich kennt sie jeder – irgendwie.

Wiki sagt:

„1989 erwarb Daniel Kelly in den Niederlanden ein 1929 erbautes und 34 m langes Boot, das er renovierte und in den Hafen von Mülheim (Köln) überführte. Die Familie benannte es nach ihrem Urgroßvater Sean O’Kelley. Auf diesem Boot, das mit 14 Kajüten, einem Ballettsaal und einem Tonstudio zugleich als neue Unterkunft diente, entstanden das Album Keep on Singing sowie der Videoclip zur gleichnamigen Single.

Zum Schutz ihrer Privatsphäre ließ die Gruppe 1995 eine Mauer um ihr Hausboot im Kölner Hafen ziehen, da Scharen von Fans auf dem Gelände übernachteten und in das Boot einzudringen versuchten. Die daraufhin mit zahlreichen Liebesbekundungen beschriftete Mauer stellte in der Folgezeit eine Pilgerstätte für Fans dar. […]  Die Mauer im Hafen von Köln-Mülheim wurde 2002 anlässlich des Irakkriegs mit religiösen Motiven und Friedenssymbolen bemalt. Sie diente 2019 als Kulisse für den Videoclip zu der Single Fire. 2004 wurde das Hausboot, später auch der Doppeldeckerbus der Kelly Family in das Technik-Museum Speyer gebracht, wo sie bis heute ausgestellt sind (Stand Februar 2021).“

Sieht fast aus wie „Wie kriegen wir das Schiff auf´s Wasser?“

Vom Technik-Museum Speyer wurde das Schiff, welches dort übrigens als Leihgabe steht, für einen TV-Dreh nach Amsterdam, und dann nach Köln transportiert. Wobei: „Der Weg war schon recht kurz, und deshalb war alles einfach zu organisieren: Stahlplatten legen, Ampeln drehen usw.“ Also das ganz normale Schwerlasttransporteurstagesgeschäft.

Nochmal Thorge Clever: „Wir haben das Schiff vom Museum zur nahegelegenen Werft gefahren. Dort wurde es mit Autokrane auf einen Schiffslift gesetzt, und zu Wasser gelassen. Die Fahrten nach Amsterdam und Köln macht es dann im Schlepp auf eigenem Kiel. In 3-4 Wochen kommt es dann wieder zurück, und wird wieder ins Museum gestellt.“

Gesamt-Transport-Abmessungen:
Gewicht insgesamt 340 Tonnen, 55,00 m lang, 6,50 m breit und 9,50 m hoch.

Geht doch!

Ich zitiere nochmal: „Wir haben auch schon größere Schiffe von Linz in Österreich zum Moldaustausee in Tschechien gebracht. Oder wir sind quer durch Süddeutschland von Heilbronn bis zum Bodensee gefahren. Wir machen sehr viele Schiffstransporte, allerdings nur die ganz dicken Brocken, also Ausflugsschiffe. Für leichte Yachten quer durch Europa gibt es andere, darauf spezialisierte Transporteure..“

Hier ein kleiner Ausschnitt von Schiffs-Transport-Projekten:

UND GENAU DARAN erkennt man den vorausschauenden Profi, nicht wahr? Man muss nicht alles machen & können. Man muss nur wissen, wer es kann, und arbeitet dann mit diesem Professional zusammen. So, wie es eben auch mit Felbermayr der Fall ist.

Danke, lieber Thorge Clever! Wobei ich ja fairerweise sagen muss, dass die Kelly-Family mindestens genau so interessant ist wie die Kübler-Spedition 🙂

PS
Ihr solltet wirklich mal bei Wikipedia die Geschichte dieser Familie lesen. Dagegen führen wir alle ein total langweiliges Leben, trotz der tollen Projekte und des Nervenkitzels, ob denn alles gut geht *lach*

Fotos: Spedition Kübler GmbH

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