Vorstellung: BROSHUIS Semi-Tieflader Typ 3-7ABSD-PL/1

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Auf den Schwerlasttagen 2021 in Hohenroda hat BROSHUIS einen Semi- Tieflader vorgestellt. BROSHUIS steht für solide und auch noch eigene Produktion, sozusagen „Handgedengelt“ und “Made in Netherlands“, und so habe ich Sascha Merhof, den Vertriebsleiter für die D/A/CH-Region, einfach einige Löcher in den Bauch gefragt.

In der Mitte seht ihr Sascha Merhof – damit ihr wisst, wer bei Fragen mit Rat und Tat zur Verfügung steht 😉

SL-T:
Sascha, schön, dass du für ein Interview zur Verfügung stehst. Wir haben zu dritt über der Spezifikation des neuen BROSHUIS-Semi- Tiefladers Typ 3-7ABSD-PL/1 gebrütet. Nun gibt es jede Menge Fragen an dich:

Der Broshuis-Auflieger ist einfach teleskopierbar, so meine Information.

Sascha:
Ja in der Tat, wir haben hier die einmal teleskopierbare Variante des 3-7 ABSD PL, den es auch doppelt teleskopierbar gibt. Durch weiteres Zubehör kann die Länge ebenfalls noch beeinflusst werden, was das Grundgewicht gering hält. So gibt es z.B. Verlängerungsträger, oder auch Ladeflächenbrücken, auch Spacer genannt. Brücken mit geringen Traglasten machen es manchmal erforderlich, die Achsenabstände zwischen Dolly und Heckfahrwerk zu vergrößern, obwohl es für die Ladung nicht erforderlich wäre. Diese Optionen können über die Bolzenlaschenkupplung, welche auch zum Vorspannen genutzt wird, eingebaut werden.

SL-T:
Die Lenkeigenschaften vom hinteren Teil des Aufliegers lassen sich bei den Marktbegleitern häufig nur umständlich verstellen, d.h. wenn man diese nicht anpasst, ergibt es im ausgezogenen Zustand erheblichen Verschleiß.

Sascha:
Der Lenkwinkel selbst ist wie bei anderen immer der gleiche und somit ist es in der Tat immer nur ein Kompromiss. Jedoch gibt es einen großen Unterschied:
Für ein optimales Kurvenlaufverhalten ist die erste Achse des Heckfahrwerk Vorlaufgelenkt, was im nicht teleskopierten Zustand perfekt ist. Sobald teleskopiert ist, sollte man jedoch diese Achse in dieselbe Richtung wie die hinteren sechs Achsen lenken lassen. Dies geschieht mittels Knopfdrucks an der Seite des Aufliegers. Dabei ist es egal, zu welchem Zeitpunkt man dies macht. Beladen oder leer spielt keine Rolle.

Somit kannst du auf einer Fahrt zwischen diesen Modi wechseln.


Die komplette Lenkung und Federung kann natürlich über die Funkfernbedienung gesteuert werden, was auch ein Absenken bei Langsamfahrt auf der Autobahn ermöglicht. Lenke ich mit der Fernbedienung, werden nur die hinteren Achsen angesteuert, es sei denn, ich habe das Heckfahrwerk abgekuppelt, dann springt die Fernbedienung automatisch auf die Dolly über. Das macht das An-und Abkuppeln wesentlich einfacher.

SL-T:
Bei Goldhofer/Scheuerle/Faymonville- Modulen müssen manuell die Spurstangen umgebaut werden, das geht nur, wenn keine Last darauf liegt.

Sascha:
Tatsächlich sind die richtigen Modulfahrzeuge nicht wirklich vergleichbar, da diese eigentlich für noch größere Lasten, und vor allem für spezielle Aufgaben gedacht sind. Daher sollte man diese Module natürlich auch genau dafür nutzen. Aber wenn diese genutzt werden, obwohl man mit einem modularen Semi fahren könnte, sind die Umbauzeit und das Gewicht wesentlich höher. Ganz zu schweigen von der Ladeflächenhöhe.

SL-T: Ist das Fahrzeug technisch mit 870 mm fahrbar, oder wie ist die maximale Absenk-Möglichkeit?

Sascha:
Die minimale Fahrhöhe beträgt im beladenen Zustand 870mm, und kann abgesenkt werden auf 810mm.
Das Turmlager ist dann noch schmaler wie bei anderen und ermöglicht der Pendelachse mehr zu
pendeln. So stoßen Reifen und Lager nicht so schnell zusammen. Eine Besonderheit zu z.B. einem Nooteboom ist dabei auch der Gesamthub, denn dieser beträgt 600 mm. Dies ist vor allem im Gelände oder bei Fahrten mit großer Länge, extrem wichtig. Denn Bodenfreiheit ist durch nichts zu ersetzen. Daher haben wir auch unsere Pendelachskonstruktion angepasst. Die Anforderung war eine maximale Geländegängigkeit und zwar in jeder Fahrstellung. Und jeder weiß was passiert, wenn man eine Pendelachs ausfedert, der Bremszylinder dreht sich runter und man hat de facto gefährlich wenig Bodenfreiheit unter einem so wichtigen Bauteil. Daher haben wir diese Position angepasst, um wesentlich mehr Bodenfreiheit zu erhalten.

SL-T:
Du hattest vorhin etwas gesagt zum Thema „Vorspann- Möglichkeit“?

Sascha:
Ja genau. Eine Vorspann- Möglichkeit durch Bolzenlaschenkupplung ist bei uns, im Gegensatz zu dem einen oder anderen Marktbegleiter, standardmäßig gegeben. Gerade bei hohen Lasten mit geringer Auflagefläche kann das entscheidend sein.

SL-T:
Wie erfolgt denn die Versorgung/Bedienung des Aufliegers?

Sascha:
Diese kann zum einen über den Nebenantrieb der ZGM oder autark mit Hatzaggregat erfolgen. Das richtet sich nach den Präferenzen des Kunden. Für kleinere Aufgaben ist standardmäßig ein Hydraulikaggregat an Bord, und könnte für den Fall der Fälle auch die Hauptaufgaben übernehmen. Die Bedienung erfolgt dabei über eine Funkfernbedienung. Das Besondere dabei ist, das alle Funktionen von dieser gesteuert werden können. Lenkung je nach Rüstzustand Dolly oder Aggregat inkl. der automatischen Einspurung, hydraulische Federung links und rechts unabhängig voneinander, und natürlich auch auch die Halshydraulik.

Habe ich einen Hatzdiesel gewählt, startet auch dieser automatisch, sobald er benötigt wird.
Und weil immer mal wieder eine Funkfernbedienung verloren geht, können alle Funktionen sowohl elektrisch als auch konventionell vom Schwanenhals bedient werden. Die Bediener, das hören wir immer wieder, heben immer die Bedienung hervor.

SL-T:
Wie sieht es denn mit den allgemeinen technischen Daten aus?

Hinweis:
Sascha hat mich mit einigen entsprechenden technischen Daten versorgt, ein ausführliches Datenblatt kann problemlos angefordert werden.

SL-T:
Wie ich erfahren habe, wird bei BROSHUIS (noch) keine CAN- Bus- Technik verwendet, obwohl das für die Fertigung einfacher wäre?

Sascha:
Ja das stimmt. Man hat sich aber dagegen entschieden, obwohl es uns Geld und Zeit sparen könnte, denn das System arbeitet nicht stabil. Diese Technik ist darüber hinaus auch bei den meisten Werkstätten nicht bekannt. So kann es zu erheblichen Stillstandszeiten kommen. Das war für uns Grund genug darauf zu verzichten. Wir stehen halt auf Sicherheit und langfristige Qualität.

Weshalb wir übrigens alle Komponenten und Baugruppen selbst fertigen, wie zum Beispiel die Pendelachsen. Diese werden auf einer Roboterstraße geschweißt. Dadurch erhalten alle Teile die gleiche, und momentan beste Konservierung am Markt. Denn vor vielen Jahren haben wir bereits in eine eigene Konservierungstraße investiert, wo dann alle Auflieger und Komponenten ihre Flammbogenverzinkung erhalten.

SL-T:
Damit geht BROSHUIS, anders als es viele andere Unternehmen machen, den Weg der In-house-
Fertigung. Vorteil: Man hat die absolute und direkte Kontrolle.

Das macht es aus: In-house-Fertigung

Die Qualität und der gute Ruf gibt der Firmenleitung, die diesen Weg konsequent weitergeht, eindeutig recht. Schaut man sich dann noch ein wenig um, nämlich, was sich gerade im gesamten industriellen und handwerklichen Umfeld tut -Facharbeiter- Mangel, Lieferproblematik – ist dieser Weg nicht nur taktisch, sondern auch strategisch gut gewählt!

Sascha, vielen Dank für das Interview, und für die vielen Informationen!

Alle Fotos Sascha Merhof

Mehr Informationen über:

Sascha Merhof | Sales Director D/A/CH
Tel: + 31 (0) 88 3872800
Mob: +49 (0) 1703206573
E-mail: s.merhof@Broshuis.com
Website: http://www.broshuis.com
Webshop: webshop.broshuis.com

Ein Gedanke zu “Vorstellung: BROSHUIS Semi-Tieflader Typ 3-7ABSD-PL/1

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