Airbus A310 wird neue Attraktion im Serengeti-Park

Absetzen des Airbus-A310-Rumpfs auf vorbereiteten Lagern beim Tandemhub im Serengeti-Park

Tandemhub mit Liebherr-Mobilkranen von Schlamann Autokrane

Kurz vorab – zum Projekt
→ Ein ausgemusterter Airbus A310 wird im Serengeti-Park Hodenhagen zu einem Restaurant umgebaut
→ Der rund 49 Tonnen schwere Flugzeugrumpf wurde per Schwertransport angeliefert
→ Entladung und Positionierung erfolgten im Tandemhub
→ Die Eröffnung der neuen Attraktion ist für September 2026 geplant

Ein Flugzeug bleibt am Boden – und bekommt eine neue Aufgabe

Ein Airbus A310 hebt im Serengeti-Park künftig nicht mehr ab. Stattdessen wird der ehemalige Langstreckenflieger Teil eines neuen Gastronomiekonzepts. Der Park erweitert damit sein Angebot um eine Attraktion, die schon aus der Entfernung auffällt – und dauerhaft bleiben soll.

Bevor Gäste im Flugzeug Platz nehmen können, war allerdings Schwerlastarbeit gefragt. Der Rumpf wurde vom Flughafen Hannover-Langenhagen per Schwertransport nach Hodenhagen gebracht. Dort übernahm ein eingespieltes Kran-Team die Aufgabe, das Flugzeug kontrolliert abzuladen und auf seine vorbereitete Position zu setzen.

Tandemhub eines Airbus A310 mit Liebherr LTM 1300-6.3 und LTM 1250-5.1 im Serengeti-Park
Ein LTM 1300-6.3 und ein LTM 1250-5.1 nehmen den rund 49 Tonnen schweren Airbus-Rumpf von den Schwertransportfahrzeugen auf.

Tandemhub mit klarer Aufgabenverteilung

Für den Hub setzte das Schlamann-Team auf einen Tandemeinsatz zweier Liebherr-Mobilkrane aus dem eigenen Fuhrpark:

LTM 1300-6.3
LTM 1250-5.1

Der LTM 1300-6.3 übernahm die Hauptlast von rund 32,5 Tonnen bei einer Ausladung von bis zu 22 Metern und war dafür mit 77 Tonnen Ballast gerüstet. Der LTM 1250-5.1 trug die verbleibenden 16,5 Tonnen bei 42 Tonnen Ballast.

Die Last wurde kontrolliert aufgenommen, zwischen den Kranen geführt, und auf bereits vorbereiteten Lagern abgelegt. Der Ablauf erfolgte exakt gemäß Vorplanung: ruhig, konzentriert und ohne Hektik.

Wer sich für die Feinheiten solcher Hübe interessiert, findet ein weiteres Beispiel für präzise Arbeit unter besonderen Rahmenbedingungen im Beitrag „Hafentor mit Aussicht – Millimeterarbeit über der Donau“.

Absetzen des Airbus-A310-Rumpfs auf vorbereiteten Lagern beim Tandemhub im Serengeti-Park
Der Airbus-Rumpf wird zwischen beiden Kranen hindurchgeführt und auf den vorbereiteten Lagern abgelegt.

Technik, Team – und gewachsene Zusammenarbeit

Der eingesetzte LTM 1300-6.3 ist seit März im Bestand von Schlamann Autokrane und aktuell der stärkste Mobilkran des Unternehmens. Mit seinem 90 Meter langen Teleskopausleger deckt er Einsatzbereiche ab, in denen Reichweite und Tragfähigkeit gleichermaßen gefragt sind.

Entscheidend bei einem Tandemhub dieser Art sind die eingesetzte Technik und ein Team, das seit Jahren zusammenarbeitet. Wenn Abläufe eingespielt sind und jeder weiß, wie der andere denkt, entsteht genau die Sicherheit, auf die es bei solchen Einsätzen ankommt.

Wie Andreas Schlamann erläutert, spielte dabei auch die gewachsene Zusammenarbeit mit dem Hersteller eine Rolle: Die langjährige Verbindung zu Liebherr-Cranes und die technische Unterstützung im Hintergrund machten es möglich, diesen sehr speziellen Hub sauber umzusetzen.


Schlamann Autokrane – gewachsen mit den Aufgaben
→ gegründet 1989
→ rund 21 Mobilkrane (überwiegend Liebherr)
→ rund 250 Geräte und Maschinen im Gesamtfuhrpark
→ rund 90 Beschäftigte an mehreren Standorten
→ zusätzlich: Arbeitsbühnen und Stapler; Einbindung ins SYSTEM-LIFT-Netzwerk


Liebherr – Technik als verlässliche Größe

Die beim Airbus-Hub eingesetzten Mobilkrane stammen aus dem Portfolio der Liebherr-Werk Ehingen GmbH. Das Unternehmen zählt weltweit zu den führenden Herstellern von Mobil- und Raupenkranen. Die Produktpalette reicht von kompakten Zweiachsern bis zu Schwerlastkranen mit Traglasten im vierstelligen Tonnenbereich.

Gerade bei Tandemhüben und Sonderprojekten spielt die Kombination aus erprobter Technik, klaren Systemen und Hersteller-Support eine wichtige Rolle – unaufgeregt, aber wirkungsvoll.

Fazit

Der Tandemhub des Airbus A310 im Serengeti-Park zeigt eine gründliche Planung, passende Technik – und ein seit Jahren eingespieltes Team. Alles greift ineinander, weil Abläufe bekannt und Zuständigkeiten klar sind, und weil das Team einander vertraut.

Wenn im späteren Regelbetrieb der neuen Airbus-Gastronomie Service und Qualität genauso zuverlässig zusammenspielen wie bei der Arbeit des Schlamann-Teams an diesem Tag, dann dürfte der ehemalige Langstreckenflieger nicht nur eine ungewöhnliche, sondern auch eine dauerhaft funktionierende Attraktion werden.


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Fotos: Herzlichen Dank an Liebherr

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