Wie im Betonwerk Hachmeister die schwersten Betonstützen Deutschlands entstanden
Martin Hachmeister. DAS ist ein Typ! Gerade heraus, ein echter Unternehmer.
Kauft „mal eben“ einen Grove-Mobilkran in Norddeutschland (ja, ich hab’s natürlich bei all dem vielen Reden mit ihm glatt vergessen, nach dem Modell zu fragen …). Und auf dem Rückweg? Da macht er kurz Station bei Faymonville, um zu schauen, ob ein ECO 1000 etwas für den internen Verkehr im Betonwerk ist.

Was im Betonwerk Hachmeister, in Andernach am Rhein passierte, war allerdings nichts weniger als eine Schwerlast-Premiere.
142 Tonnen Beton – pro Stütze!
In der lichtdurchfluteten Produktionshalle entstanden bei Hachmeister Beton die größten und schwersten Stützen, die je außerhalb einer Baustelle in Deutschland gefertigt wurden – bis zu 142 Tonnen schwer, produziert für ein Großprojekt von Hitachi.
Für das Werk am Rhein war dieser Auftrag ein echter Meilenstein:
In der über 75-jährigen Firmengeschichte hatte man zwar schon vieles gestemmt – aber noch nie ein Projekt dieser Größenordnung.
Sowohl logistisch als auch ingenieurstechnisch bedeutete das absolutes Neuland.
Die Statik der Stützen musste eigens angepasst werden, um die tonnenschweren Kolosse überhaupt aus der Schalung heben und sicher auf die Schwerlastplattformen setzen zu können.

Damit das gelang, wurde eigens ein 250-Tonnen-Mobilkran beschafft – ein Grove, der in der großen Halle mit flachem Mast arbeitete.
Das ist in der Kranpraxis ungewöhnlich:
Ein flacher Mast bedeutet, dass der Ausleger fast waagerecht gefahren wird – also mit sehr geringer Neigung. Das braucht man, wenn die Hallenhöhe begrenzt ist, der Kran aber trotzdem eine hohe seitliche Lastaufnahme bewältigen muss.

Kurz gesagt: kein Platz nach oben, aber ordentlich Druck in der Horizontalen.
Ein solcher Hub verlangt Erfahrung, Präzision – und ein gutes Gespür für das Zusammenspiel der Kräfte. Und das gelang – weil Menschen und Maschinen ihr Können gezeigt haben.
Quadro-Hub mit 1000 PS am Haken
Für den Hub in der Halle kamen gleich zwei 250-Tonnen-Mobilkräne zum Einsatz – ein neu beschaffter Grove, dazu ein zweiter Kran vom Schwerlast-Spezialisten Hack Krandienst.
Unterstützt von zwei Hallenkränen entstand so ein seltener „Quadro-Hub“ – ein perfekt abgestimmtes Zusammenspiel aus Kraft, Präzision und Erfahrung.

Der neue Grove, kurzfristig lieferbar, war zwar gelb lackiert – doch das hielt Martin nicht auf: kurzerhand bekam der Kran eine Tiger-Folierung.
Ein Augenzwinkern mit Ansage – und das sichtbare Symbol dieser besonderen Mission.
Vom Werk ans Wasser
Im Schritttempo rollten die gigantischen Bauteile anschließend auf selbstfahrenden Plattformen (SPMT) von Viktor Baumann zum Andernacher Rheinufer.

Dort wurden sie zwischengelagert, bevor zwei Großkrane der Firma Hack sie auf Schwimmpontons hoben, die die Stützen über den Fluss nach Bad Honnef brachten.
An der dortigen NATO-Rampe übernahmen erneut SPMT und transportierten die tonnenschweren Giganten dann an ihren endgültigen Platz.

Die Produktion aller Stützen dauerte rund sieben Wochen – ein Projekt, das zeigt, was möglich ist, wenn Technik und Teamgeist zusammenkommen.

Beeindruckend, dieses Betonstützen-Projekt – und nicht alltäglich.
Man sieht: Handwerk, gutes Handwerk zählt eben immer noch.
Das gilt für die Produktion genau SO wie für das Können des Kran-Tigers und seiner Kollegen.
Habt ihr gut hingekriegt, Team Hachmeister.
Nachtrag:
Die unglaublich guten Fotos wurden alle von Tobias Grosser gemacht. Herzlichen Dank dafür!























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