80 Jahre Van Wieren – Mit Herz, Verstand und einer guten Portion Mut
Manche Geschichten beginnen im Großen.
Diese hier begann – im Schlamm.
Kurz nachdem der Noordoostpolder 1942 trockenfiel, rollten Jan und Lukas van Wieren mit ihrem Lkw aus Friesland heran. Zwei Männer, ein Plan – und jede Menge Unternehmergeist. Sie halfen, die neue Welt aus Wasser und Erde aufzubauen. Als ihr Lkw 1944 beschossen wurde, zerlegten sie ihn kurzerhand und versteckten die Teile unter Stroh. Cleverness, Mut und Pragmatismus – das war damals überlebenswichtig. Und es ist bis heute der Kern von Van Wieren.
Am 1. Oktober 1945 gründeten die Brüder ihr Unternehmen. Heute, 80 Jahre später, ist daraus eine Erfolgsgeschichte geworden, die man mit einem Wort zusammenfassen kann: Leidenschaft.
Von den Anfängen im Polder zur Schwerlast-Power von heute
Was einst mit Vieh, Ziegeln und Maschinen begann, wurde bald größer – und schwerer. Opa Lukas führte den Betrieb nach dem frühen Tod seines Bruders allein weiter, und unterstützte sogar dessen acht Kinder. „Weil man das in der Familie eben so macht“, sagt Harm van Wieren heute – und man glaubt ihm sofort.
In den 1970ern kam der große Schub: Brand, Wiederaufbau, Spezialisierung – und der Sprung ins Ausland. Während andere noch die Karte suchten, fuhren die Van Wierens schon gen Irak und Saudi-Arabien.
„Man muss ein bisschen verrückt sein, um in dieser Branche zu arbeiten“, meint Harm, der gemeinsam mit seinem Bruder Maarten und Chris Roozen heute die Geschäfte führt. Und ja – verrückt im besten Sinne. Denn sonst kommt man kaum auf die Idee, nach zwölf verbrannten Lkw einfach zu sagen: Na dann bauen wir eben spezielle Tieflader – und gehen raus nach Europa!
Familienbande – fest verschraubt
Bei Van Wieren ist Transport nie nur ein Geschäft gewesen. Es ist eine Familiengeschichte mit Diesel im Blut und vermutlich auch Schraubenschlüsseln im Erbgut. Harm und Maarten sind in der Werkstatt aufgewachsen, haben in der Waschanlage begonnen und irgendwann selbst am Steuer gesessen.
„Ich hab’ eigentlich nichts mit Lkw am Hut“, sagt Maarten augenzwinkernd. „Aber die Technik der Tieflader – das ist schon was Besonderes.“ Und Harm? Studierter Betriebswirt, aber mit dem klaren Instinkt, wo er hingehört: „Ich wollte einfach ins Familienunternehmen. Punkt.“
Beide sind heute Chef – aber nicht im Elfenbeinturm. Kein separates Büro, kein Abstand zur Crew. Wer mit ihnen spricht, merkt: Hier wird Teamgeist gelebt, nicht gepredigt.








Neue Wege, alter Geist
Van Wieren Special – so heißt die heutige Spezialisierung. Schwertransporte, die jedes Herz höher schlagen lassen, das für große Technik brennt. 2023 kam der erste elektrische Truck. Und während die Konkurrenz noch diskutierte, bauten die Emmeloorder bereits 7.000 Quadratmeter Lagerfläche für neue Energieprojekte.
Und wer seit einiger Zeit wieder mit an Bord ist: „Opa Jogi“ – Jürgen Naber, ein echtes Schwerlast-Urgestein. Dieser Mann kennt jede Achse, jede Kurve und wohl auch die ganze Branche aus dem Effeff.
Er arbeitete früher bei Van Wieren, wechselte zwischenzeitlich zu einem deutschen Kran- und Schwerlastunternehmen – und kam zurück. Warum?

„Ehrlich? Weil’s familiär ist“, erzählt er. „Bei der 80-Jahr-Feier hat unser Chef gesagt: ‚Ich bedanke mich vor allem bei unseren Fahrern und bei den Frauen, die hinter den Fahrern stehen. Van Wieren lebt mit den Fahrern – ohne sie wären wir nicht da, wo wir heute sind. Unsere Fahrer sind unser Rückgrat.‘ Das hat mich tief beeindruckt! Das ist tiefe Wertschätzung – da macht es doch Spaß zu arbeiten, oder?“
Opa Jogi weiter: „Und tatsächlich ließ die Geschäftsleitung zum Jubiläum extra schwarz/ anthrazitfarbene Jubiläumskleidung anfertigen. Richtig schick, sage ich dir – und passend zum Stolz, der bei uns herrscht.“
„Wertschätzung heißt die Devise“, so Opa Jogi
80 Jahre – und kein bisschen leise
Das Jubiläum liegt inzwischen hinter ihnen – aber der Spirit, der dabei spürbar war, wirkt nach. Denn wer in 80 Jahren so viele Tonnen bewegt hat, darf auch mal feiern.
Was Van Wieren zeigt, ist mehr als Logistik. Es ist Charakter.
Und man merkt bei jedem Satz: Hier stecken noch echte Leidenschaft und Kraft unter der Haube.
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Alle Fotos: Jürgen Naber
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