Wenn Liebherr den besten Kranfahrer der Welt sucht, geht es nicht um Show. Sondern um Präzision, Verantwortung und Technikverständnis. Beim „Game of Cranes“ treten Fahrer aus fünf Weltregionen in Qualifikationsrunden an – in den USA, Brasilien, Australien, Spanien und Saudi-Arabien. Nur die jeweiligen Sieger fahren ins große Finale am 26. November 2025 nach Ehingen.
Ich habe Nolan Reard, Projektleiter und Kranfahrer bei MSG Krandienst, im Vorfeld und während des AMEA-Vorentscheids in Dammam begleitet. MSG hat ihn für den Wettbewerb eigens freigestellt – ein starkes Signal.

Fünf Teile, 50 Minuten je Aufgabe
Nolan schildert den Wettbewerb so:
- Theorie: Betrieb des Krans
- Praxis: Oberwagen-Manöver (Superstructure manipulation)
- Theorie: Bedienungsanleitung
- Praxis: Fahrgestell-Manöver (Carrier manipulation)
- Theorie: Last anschlagen (Attaching load)
Jede Aufgabe dauerte 50 Minuten – mit Sicherheitschecks, präzisen Kranbewegungen, Wahl der richtigen Konfiguration und Fragen zu theoretischen Themen.
„Die Aufgaben waren anspruchsvoll, weil sie alle Aspekte des Kranfahrens abgedeckt haben: Sicherheit, Präzision, Konfiguration, Theorie. Jede Disziplin dauerte 50 Minuten – man musste konzentriert bleiben. Trotzdem war die Atmosphäre großartig: ein sehr gutes Miteinander zwischen Teilnehmern und Supervisors.“ (Nolan Reard)

Eingesetzte Krane
Für die Wettbewerbe standen zwei LTM 1120-4.1 zur Verfügung – einer für Oberwagen-Manöver, einer für Fahrgestell-Manöver.
Für die Theorieprüfung zur Bedienungsanleitung diente der LTM 1100-5.3 als Referenz.
LTM 1120-4.1 (4-Achser)
Max. Traglast: 120 t
Ausleger: 66 m Teleskoplänge
Max. Hakenhöhe: 91 m
Kompakter 4-Achser mit enormer Reichweite – vielseitig, präzise, stabil
LTM 1100-5.3 (5-Achser)
Max. Traglast: 100 t
Ausleger: 62 m Teleskoplänge
Max. Hakenhöhe: 91 m
Fünfachs-Allrounder, neueste Generation mit ECOdrive und VarioBase®
„Der 1120er ist extrem vielseitig – du kannst ihn wendig durch den Parcours fahren und trotzdem mit hoher Auslegerlänge punkten. Beim Manual-Test mit dem 1100er kam es dagegen auf exaktes Wissen an. Da merkt man schnell, ob man seine Maschine wirklich kennt.“ (Nolan Reard)

Zweiter Platz in Dammam
Am Ende reichte es für Platz 2 – nur zwei Punkte hinter dem Sieger. Für das Finale qualifizieren sich nur die Regional-Sieger, doch Nolan bleibt sportlich:
„Natürlich will man gewinnen – aber für mich war es eine Ehre, überhaupt dabei zu sein. Gegen so starke Kollegen anzutreten, das motiviert. Und es war toll, wie gut wir uns auch außerhalb des Wettbewerbs verstanden haben.“

Nolan & MSG
Nolan Reard, Projektleiter & Kranfahrer bei MSG Krandienst
Von MSG eigens für den Wettbewerb freigestellt
Vorentscheid Dammam (AMEA): Platz 2 – nur 2 Punkte hinter dem Sieger
Eingesetzte Krane: LTM 1120-4.1 (Praxis), LTM 1100-5.3 (Theorie-Manual)
Arbeitsort: grenzüberschreitend tätig in Straßburg (F) und Kehl (D)
Sprache & Umfeld: internationale Konkurrenz, Verständigung auf Englisch, starkes Miteinander zwischen Teilnehmern & Liebherr-Team
Fazit
„Game of Cranes“ ist kein Schaulaufen, sondern ein echter Maßstab für Kranfahrer weltweit. Fünf Disziplinen, volle Konzentration – und Maschinen, die jede Präzision sichtbar machen.
Mit seinem zweiten Platz in Dammam zeigt Nolan Reard, wie dicht er an der Weltspitze agiert – und dass hinter jedem Wettbewerb auch Teamgeist steckt: unter Kollegen, Konkurrenten und nicht zuletzt mit Liebherr als Gastgeber.

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Titelfoto: Liebherr/alle anderen Fotos: Nolan Reard
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