IAA Transportation: Plattfüße, Fachsimpelei und ein sehr großes Getriebe

Was uns aus Schwerlast-Sicht auffiel, warum gute Gespräche manchmal wichtiger sind als die große technische Sensation – und weshalb man auf einer Messe besser vor 17 Uhr ein Eis sucht.
Foto: Arndt Richter | Text: Silvia Florentine Rybka


Holger und ich haben Plattfüße. Sehr eindeutige Plattfüße.

Dafür wurden gute Gespräche geführt, teilweise begleitet von geradezu lebensrettenden Maßnahmen: Wasser gegen die Folgen des vielen Redens und ein leckeres Stück Apfelküchlein bei VOLVO. Dafür noch einmal ein herzliches Danke an Manfred Nelles.

Viel Neues? Eher nicht.

Aus Schwerlast-Sicht gab es für uns bislang nicht den ganz großen Aha-Moment. So wirklich viel Neues war noch nicht zu sehen.

Aber genau dafür sind Fachmessen eben auch da: zum Netzwerken, zum Vertiefen von Kontakten und manchmal schlicht als vertrauensbildende Maßnahme. Denn oft trifft man Menschen persönlich, mit denen man schon lange zu tun hat, die man bislang aber nur aus der Ferne kennt.

Ein Auflieger, bei dem man zweimal hinschaut

Und manchmal steht man plötzlich vor Dingen, bei denen man zweimal hinschaut.

Da präsentiert sich beispielsweise ein Hersteller aus der Ukraine, blau-gelb kaum zu übersehen, mit einem Auflieger, dessen äußere Ähnlichkeit zum Goldhofer UT zumindest auffällig ist.

Eine Zulassung sei beantragt.

Mutig, wie ich finde, sich aus unternehmerischer Sicht damit derart aus dem Fenster zu lehnen.

MAN: Fachsimpelei ausdrücklich erwünscht

Sehr positiv hängen geblieben ist uns das Gespräch mit Steffen Richter, dem Schwerlast-Spezialisten von MAN.

Der Mann brennt für das, was er tut, und binnen kürzester Zeit waren technischer Berater und Schwerlast-Spezialist mitten in einer Fachsimpelei, bei der die Chronistin aufmerksam zuhören konnte.

Klasse Gespräch.



Scania und der „Grüne Bomber“

Bei Scania dagegen war es eher schade.

Wir wollten gern mehr über den „Grünen Bomber“ der Kübler Spedition erfahren, konnten aber keinen wirklich fachkundigen Ansprechpartner speziell für dieses Fahrzeug finden.

Ein ausgesprochen bemühter schwedischer Mitarbeiter konnte uns immerhin mitteilen, dass das verbaute Allison-Getriebe ein sehr großes sei.

Nun ja. Der technische Erkenntnisgewinn hielt sich damit in überschaubaren Grenzen.

Die Sache mit dem Eis

Zwischendurch versuchten die Chronistin nebst technischem Berater wegen des ausgesprochen sonnigen Wetters noch, irgendwo ein Eis aufzutreiben.

Kann man machen, sollte man auf dieser Messe aber offenbar vor 16.45 Uhr erledigen. Denn ab 17 Uhr hatten die Catering-Betriebe weitgehend Ruhe.

Kein Eis, kein Wasser, nada.

Zum Glück gibt es seit vielen Jahren Petra, die Seele bei Nooteboom.

Sie versorgte uns und zahlreiche andere Menschen dort mit allem, was den Menschen so weit am Leben erhält, dass die grauen Gehirnzellen wieder ausreichend befeuchtet werden und das Denken erneut einsetzen kann.

Und dann war da noch die Servicewüste

Auch die können wir bestätigen.

Bei einem großen Hersteller mit schwarzem Stand und güldener Schrift beschäftigten sich etwa 14 Mitarbeiter intensiv mit ungefähr drei Kunden.

Interessenten hatten derweil ausreichend Gelegenheit darüber nachzudenken, dass aus einem Interessenten theoretisch irgendwann sogar einmal ein Kunde werden könnte.

Unser Fazit nach diesem Messetag

Plattfüße, gute Gespräche, ein toller grüner Bomber, viel Networking und aus technischer Sicht bislang eher Evolution als Revolution.

Aber auch genügend Stoff für die Chronistin, noch einmal genauer hinzusehen.

Werbung wegen Nennung und Verlinkung von Marken und Namen

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar