Kurz nach Ende der BAUMA 2025 landete bei mir – als bekennende Schwerlast-Bloggerin – eine Pressemitteilung von Cometto im Postfach. Anlass: der Abschluss eines beachtlichen Projekts mit dem japanischen Schwerlastspezialisten DENZAI.

Und weil mich Technik mit Haltung immer neugierig macht, bin ich noch mal etwas tiefer eingestiegen – in die Welt der SPMT, wo die richtig starken Typen der Schwerlast-Branche oft ganz leise arbeiten.
Haltung meint: Mich begeistert Technik, wenn sie mehr leistet als das Offensichtliche – wenn sie dem Anwender Zeit spart, die Umwelt schont und durchdacht ist bis ins Detail. Nicht einfach nur Kraftpakete, sondern Lösungen mit Sinn.
Sicherheit trifft Effizienz – TPMS revolutioniert die SPMT-Wartung
„Sicherheit geht vor“ und „Zeit ist Geld“ – Cometto bringt diese Maximen auf einen neuen Nenner. Als erster Hersteller weltweit bietet Cometto ein serienreifes TPMS für selbstfahrende Modultransporter an. Die Wirkung ist enorm:
Ein Fallbeispiel? Eine SPMT-Kombination mit 64 Achslinien bringt 256 Reifen mit sich. Bisher bedeutete das: 13 Stunden reine Sicht- und Druckkontrolle, dazu eventuelles Nachpumpen. Mit TPMS? Unter einer Stunde – bei höherer Sicherheit.

Technische Basis: Drahtlose Hochleistungssensoren, integriert in jede Felge, versorgen das System mit präzisen Daten. Die Batterien? Lassen sich tauschen, ohne den Reifen zu demontieren. So sieht praxisorientierte Innovation aus, und mein Controller-Herz lacht.
MSPE-Serie – mehr als nur modular
Die gelieferten SPMTs gehören zur aktuellen Generation der Cometto MSPE-Serie – und setzen Maßstäbe:
- Tragfähigkeit pro Achslinie: bis 70 t
- Biegemoment: 9.400 kNm
- Breiten: 2.430 mm oder 3.000 mm
- Achslinien-Konfigurationen: 2 bis 6
- Kompatibilität: 100 % kombinierbar mit bestehenden MSPE-Flotten
- Besonderheit: TPMS serienreif integriert
Diese Zahlen sind keine Spielerei, sondern Grundlage für Schwerlastlogistik der Spitzenklasse – sei es im industriellen Anlagenbau, bei Windkraft-Komponenten oder Brückenverschub.
Premiere: vollelektrische Power Pack Unit auf der BAUMA 2025
Ein weiteres Highlight: Cometto stellte gemeinsam mit Scania die erste vollelektrische Power Pack Unit (ePPU) für modulare Transportfahrzeuge vor. Sie ermöglicht SPMT-Betrieb mit null Emissionen und deutlich reduziertem Geräuschpegel – besonders relevant für innerstädtische oder sensible Einsatzorte.

Die ePPU punktet mit:
- Integriertem Schnellladesystem
- Geräuscharmem Betrieb
- Langer Batterielaufzeit
- Nahtloser Scania-Integration

Adrian Zingan, Produktmanager bei Cometto, bringt es auf den Punkt: „Wir profitieren nun von einer Komplettlösung mit perfekter Integration – auf Basis unserer bewährten Partnerschaft mit Scania.“
Der Wettbewerb schläft nicht – aber Cometto liefert
Auf dem Weltmarkt der SPMTs trifft Cometto auf starke Konkurrenz. Namen wie Goldhofer, Scheuerle, Mammoet/Scheuerle, Enerpac oder /Scheuerle prägen das Feld. Doch Cometto beweist mit TPMS und ePPU Mut zur Innovation – und legt technologisch die Messlatte ein Stück höher.
Ein Unternehmen mit starker Rückendeckung: Die Faymonville Gruppe
Cometto gehört zur Faymonville Gruppe, einem familiengeführten Weltmarktführer im Schwer- und Spezialtransportbereich. Mit Marken wie Faymonville, Cometto und MAX Trailer deckt die Gruppe Transportlösungen für 15 bis 25.000 Tonnen (und mehr) ab. 1.400 Mitarbeiter, 175.000 m² Produktionsfläche und über 3.000 Fahrzeuge pro Jahr sprechen für sich.
Fazit – oder: Warum mich dieser Transporter wirklich beeindruckt hat
Ich gebe zu: Zahlen, Achslasten und Biegemomente allein reißen mich selten vom Hocker. Aber wenn ein Hersteller das Thema Effizienz mit echtem Praxisnutzen verbindet – und das Ganze noch leise, elektrisch und mit einem Lächeln an die Umwelt liefert – dann hat das für mich Format.
Cometto zeigt, dass Schwerlast auch smart, sauber und ziemlich durchdacht sein kann. Und das, liebe Leser, bringt mich dazu, nicht nur über Technik zu schreiben – sondern sie auch ein kleines bisschen zu feiern.
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Fotos: Cometto

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