Ein Schwertransport fährt nicht einfach von A nach B. Zuvor müssen Fahrzeug, Ladung, Achslasten, Fahrtweg und Auflagen zusammenpassen – und genau für dieses Verfahren geben die RGST 2026 den Rahmen vor.
Ohne genehmigten Fahrtweg fährt kein Großraum- und Schwertransport. Doch wer muss den Antrag stellen? Welche Angaben gehören hinein? Wie werden Streckenauflagen dargestellt? Und welche Rolle spielen künftig der digitale Beifahrer, private Begleitfahrzeuge und der gebrochene Transport über Straße und Wasser oder Schiene?
Darauf geben die RGST 2026 die verbindliche verfahrensrechtliche Antwort.
Definition
Die RGST 2026 sind die bundesweit geltenden Richtlinien für die Beantragung, Prüfung und Genehmigung von Großraum- und Schwertransporten.
Sie regeln, welche Angaben ein Antrag enthalten muss, wie die beteiligten Behörden den beantragten Fahrtweg prüfen und wie Erlaubnisse, Ausnahmegenehmigungen und Nebenbestimmungen aufgebaut werden.
Die RGST 2026 ersetzen zum 1. April 2027 die RGST 2013. Einzelne Regelungen für private Begleitfahrzeuge und deren Fahrpersonal gelten bereits ab dem 1. Januar 2027.
Kurz erklärt
Die RGST 2026 sind kein allgemeiner Freibrief für Großraum- und Schwertransporte. Sie beschreiben das Verfahren, nach dem ein konkreter Transport beantragt, geprüft und beschieden wird.
Entscheidend bleiben:
==> das eingesetzte Fahrzeug oder die Fahrzeugkombination
==> die tatsächlichen Maße und Massen
==> die Achslasten und Achsabstände
==> die Art und Unteilbarkeit der Ladung
==> der beantragte Fahrtweg
==> die Tragfähigkeit und Geometrie der vorhandenen Infrastruktur
==> die für den Transport festgelegten Auflagen
Die Richtlinien sollen die Bearbeitung bundesweit vereinheitlichen, stärker digitalisieren und für Behörden wie Transportunternehmen nachvollziehbarer machen.
Warum gibt es die RGST?
Großraum- und Schwertransporte überschreiten die allgemein zulässigen Abmessungen, Achslasten oder Gesamtmassen. Deshalb genügt es nicht, dass Fahrzeug und Ladung technisch zusammenpassen.
Für die Durchführung sind regelmäßig mehrere behördliche Entscheidungen erforderlich. Dazu gehören insbesondere:
==> die fahrzeugtechnische Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO
==> die Erlaubnis nach § 29 Absatz 3 StVO wegen übermäßiger Straßennutzung
==> gegebenenfalls Ausnahmegenehmigungen nach § 46 StVO
Die RGST legen fest, wie die Anträge bearbeitet, welche Stellen angehört und wie die Ergebnisse im Bescheid zusammengeführt werden.
Das Verfahren soll notwendige Transporte ermöglichen und zugleich die Verkehrssicherheit sowie Straßen, Brücken und weitere Infrastruktur schützen.
Was regeln die RGST 2026?
Die Richtlinien gliedern sich in drei große Bereiche.
Der erste Teil beschreibt die Antragstellung, das Anhörungsverfahren und die Bescheidung.
Der zweite Teil enthält die Muster für Antrag und Bescheid sowie die allgemeinen, besonderen und streckenbezogenen Nebenbestimmungen.
Der dritte Teil regelt die Anforderungen an digitale Beifahrersysteme, private Begleitfahrzeuge mit Wechselverkehrszeichenanlage und das dort eingesetzte Fahrpersonal.
Damit erfassen die RGST 2026 den gesamten Weg vom Antrag bis zur Durchführung des genehmigten Transports.
Wer muss den Antrag stellen?
Antragsteller und späterer Adressat des Bescheids ist das Unternehmen oder die Person, die den Transport tatsächlich durchführt.
Ein spezialisierter Dienstleister kann bevollmächtigt werden, den Antrag zu erstellen und das Verfahren zu begleiten. Er wird dadurch jedoch nicht selbst zum Erlaubnisnehmer.
Diese Unterscheidung ist wichtig: Derjenige, der den Antrag bearbeitet, ist nicht automatisch derjenige, der für die ordnungsgemäße Durchführung des Transports und die Einhaltung des Bescheids verantwortlich ist.
Welche Angaben gehören in den Antrag?
Der Antrag muss die technischen und organisatorischen Grundlagen des Transports eindeutig abbilden. Dazu gehören insbesondere:
==> Antragsteller und bevollmächtigte Person
==> Art und Zeitraum der beantragten Erlaubnis oder Genehmigung
==> Art, Maße und Masse der Ladung
==> Begründung der Unteilbarkeit
==> Symmetrie oder Asymmetrie der Ladung
==> Fahrzeugart, Kennzeichen und Fahrzeugidentifikationsnummern
==> tatsächliche Abmessungen der Leer- und Lastfahrt
==> Gesamtmasse, Achslasten und Achsabstände
==> Achskonfiguration der Fahrzeugkombination
==> Start, Ziel und vollständiger Fahrtweg
==> Nachweise zur möglichen Nutzung von Schiene oder Wasserstraße
Bei einer Einzelachslast von mehr als zwölf Tonnen muss dem Antrag eine entsprechende Begründung beigefügt werden.
Kann keine Bescheinigung über eine Beförderungsmöglichkeit auf Schiene oder Wasserstraße vorgelegt werden, muss plausibel begründet werden, weshalb diese Verkehrsträger nicht genutzt werden können oder unzumutbare Mehrkosten verursachen. Nach den RGST 2026 sind an diesen Nachweis strenge Anforderungen zu stellen.
Wie wird der Fahrtweg angegeben?
Start und Ziel sind grundsätzlich mit Postleitzahl, Ort, Straße und Hausnummer anzugeben. Ist keine konkrete Adresse vorhanden, können Koordinaten im Koordinatensystem WGS84 verwendet werden.
Bei Einzel- und Kurzzeiterlaubnissen kann pro Antrag ein Fahrtweg beantragt werden.
Bei streckenbezogenen Dauererlaubnissen können unter bestimmten Voraussetzungen bis zu fünf Fahrtwege in einem Antrag enthalten sein. Dies gilt, wenn weder eine tatsächliche Gesamtmasse von 68 Tonnen noch eine Einzelachslast von zwölf Tonnen überschritten wird.
Ein Fahrtweg kann aus bis zu drei Fahrtwegteilen bestehen. Dadurch lassen sich beispielsweise folgende Abläufe darstellen:
==> Leerfahrt – Lastfahrt
==> Lastfahrt – Leerfahrt
==> Leerfahrt – Lastfahrt – Leerfahrt
==> mehrere aufeinanderfolgende Lastfahrtabschnitte
Die Fahrtwegteile müssen nummeriert und eindeutig als Last- oder Leerfahrt bezeichnet werden. Außerdem müssen sie zusammenhängen: Der Zielort eines Fahrtwegteils muss dem Startort des folgenden Fahrtwegteils entsprechen.
Die Routendaten sollen möglichst maschinenlesbar über das Kartentool von VEMAGS oder über geeignete Schnittstellen übermittelt werden. Eine textliche Streckenbeschreibung bleibt hilfsweise möglich.
Was ist VEMAGS?
VEMAGS steht für „Verfahrensmanagement für Großraum- und Schwertransporte“.
Über diese bundesweit eingesetzte Anwendung werden Anträge digital eingereicht, beteiligte Stellen angehört, Stellungnahmen zusammengeführt und Bescheide erstellt.
RGST 2026 und VEMAGS sind nicht dasselbe:
==> Die RGST 2026 geben die fachlichen und formalen Regeln des Verfahrens vor.
==> VEMAGS ist das digitale System, über das dieses Verfahren abgewickelt wird.
Ein in VEMAGS erfasster Antrag muss auch über VEMAGS bearbeitet und beschieden werden. Geht ein Antrag schriftlich bei der zuständigen Erlaubnis- und Genehmigungsbehörde ein, muss die Behörde ihn in VEMAGS erfassen und über das System an die anzuhörenden Stellen weitergeben.
Handschriftliche Änderungen an einem über VEMAGS erstellten Bescheid sind nicht zulässig.
Wie läuft die behördliche Prüfung ab?
Die zuständige Erlaubnis- und Genehmigungsbehörde hört die für den beantragten Fahrtweg zuständigen Stellen an. Dazu können Straßenverkehrsbehörden, Straßenbaulastträger und weitere betroffene Stellen gehören.
Sie prüfen unter anderem:
==> Straßen und Brücken
==> Baustellen und Fahrverbote
==> Durchfahrtshöhen und Fahrbahnbreiten
==> Achslasten und Gesamtmassen
==> Kurven, Kreisverkehre und Engstellen
==> Bahnübergänge und sonstige Kreuzungspunkte
==> notwendige Begleit- und Sicherungsmaßnahmen
==> zulässige Fahrzeiten
Das Ergebnis einer Anhörung kann eine Zustimmung, eine Ablehnung oder eine Rückgabe wegen fehlender Zuständigkeit sein.
Eine Ablehnung muss begründet werden. Dabei ist die konkrete Stelle zu benennen, an der die Voraussetzungen für die beantragte Fahrt nicht erfüllt sind, beispielsweise eine bestimmte Straße oder Brücke.
Wie ist der Bescheid aufgebaut?
Die RGST 2026 geben für GST-Bescheide einen einheitlichen Aufbau vor.
Dazu gehören:
==> das Bescheiddeckblatt
==> das Antragsformular
==> Anlage 1 mit allgemeinen Nebenbestimmungen und Hinweisen
==> Anlage 2 mit besonderen Nebenbestimmungen
==> Anlage 3 mit streckenbezogenen Nebenbestimmungen
==> gegebenenfalls Anlage 3A als Liste der Fahrverbote
==> Anlage 4 mit verkehrsrechtlichen Anordnungen
==> sonstige Anhänge
Die Nebenbestimmungen sollen möglichst in der Reihenfolge des Fahrtwegs aufgeführt werden. Das Fahr- und Begleitpersonal erhält die Auflagen damit in der Reihenfolge, in der sie während des Transports relevant werden.
Streckenabschnitte und Auflagenbereiche sollen zunehmend georeferenziert angegeben werden. Dadurch können Hindernisse und besondere Maßnahmen einem eindeutigen Punkt oder Abschnitt des Fahrtwegs zugeordnet werden.
Ändern sich Fahrzeugkombination, Maße, Massen, Achskonfiguration, Ladung, Kennzeichen, Fahrzeugidentifikationsnummern, Start, Ziel oder Fahrtwegteile, muss ein neuer Bescheid ergehen. Der vorherige Bescheid ist aufzuheben.
Was ist neu an den RGST 2026?
Die RGST 2026 bilden die rechtlichen und technischen Veränderungen seit den RGST 2013 ab. Berücksichtigt werden insbesondere Änderungen der Straßenverkehrs-Ordnung, der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur StVO und die Straßenverkehr-Transportbegleitungsverordnung.
Für die Praxis sind vor allem folgende Punkte relevant:
==> Der digitale Beifahrer wird vom Probe- in den Regelbetrieb überführt.
==> Die Anforderungen an private Begleitfahrzeuge werden in die RGST integriert.
==> Die Anforderungen an das eingesetzte Fahrpersonal werden neu gebündelt.
==> Der gebrochene Transport erhält einen eigenen Abschnitt.
==> Fahrtwege, Fahrtwegteile und Nebenbestimmungen werden stärker strukturiert.
==> Maschinenlesbare Routendaten und Georeferenzierung gewinnen an Bedeutung.
==> Bescheide werden stärker auf digitale Verarbeitung und Kontrolle ausgerichtet.
Was ist der digitale Beifahrer?
Der digitale Beifahrer ist ein Fahrerassistenzsystem für die Durchführung genehmigter Großraum- und Schwertransporte.
Er verbindet den genehmigten Fahrtweg mit den im Bescheid enthaltenen Nebenbestimmungen und verkehrsrechtlichen Anordnungen. Das System weist das Fahr- und Begleitpersonal optisch und akustisch auf bevorstehende Auflagenbereiche hin.
Dazu gehören beispielsweise:
==> Geschwindigkeitsvorgaben
==> Brückenauflagen
==> vorgeschriebene Fahrstreifen
==> Abstandsregelungen
==> Halte- und Wartepositionen
==> notwendige Sicherungsmaßnahmen
==> verkehrsrechtliche Anordnungen
Der digitale Beifahrer ist keine gewöhnliche Lkw-Navigation. Verlässt der Transport den genehmigten Fahrtweg, darf das System keine Ausweichroute berechnen. Es muss stattdessen deutlich vor der Abweichung warnen.
Die RGST 2026 stellen konkrete Anforderungen an Hardware, Software, GPS-Genauigkeit, Darstellung, akustische Ausgabe, Kontrollansicht, Datenübertragung sowie Informationssicherheit.
Der Einsatz eines digitalen Beifahrers ist dann erforderlich, wenn er im konkreten Bescheid vorgesehen ist.
Was ändert sich bei privaten Begleitfahrzeugen?
Die Anforderungen an private Begleitfahrzeuge mit Wechselverkehrszeichenanlage werden künftig unmittelbar in den RGST geregelt.
Erfasst werden unter anderem BF3-, BF3plus- und BF4-Fahrzeuge.
Die Richtlinien enthalten Vorgaben zu:
==> äußerer und innerer Ausstattung
==> Wechselverkehrszeichenanlagen
==> lichttechnischen Anforderungen
==> Darstellung und Abmessungen der Verkehrszeichen
==> Prüfung und Abmusterung der Fahrzeuge
==> Qualifikation des Fahrpersonals
==> Schulungen und Wiederholungsanforderungen
Die Abschnitte 3.2 und 3.3 der RGST 2026 gelten bereits ab dem 1. Januar 2027. Sie ersetzen das bisher gesonderte Merkblatt über die Ausrüstung privater Begleitfahrzeuge.
Wie behandeln die RGST den gebrochenen Transport?
Ein gebrochener Transport verbindet mehrere Verkehrsträger. Der Hauptlauf erfolgt auf der Schiene oder der Wasserstraße, während der Vorlauf und/oder der Nachlauf auf der Straße durchgeführt werden.
EVU-Karte | Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland
Die von Christian Miß entwickelte EVU-Karte zeigt Eisenbahnverkehrsunternehmen und ihre Standorte und schafft damit einen praxisnahen Überblick über mögliche Akteure im Schienengüterverkehr.
Erlaubnisse oder Ausnahmegenehmigungen nach den RGST werden nur für die auf der Straße zurückgelegten Abschnitte benötigt.
Findet nur ein Vorlauf oder nur ein Nachlauf auf der Straße statt, gelten für die Antragstellung keine Besonderheiten.
Gibt es sowohl einen straßengebundenen Vorlauf als auch einen straßengebundenen Nachlauf, sind grundsätzlich getrennte Anträge zu stellen. Für beide Abschnitte ergehen gesonderte Bescheide, und auch Zuständigkeit und Gebühren werden jeweils eigenständig bestimmt.
Die Anträge sollten gleichzeitig gestellt und als zusammengehörige Bestandteile eines gebrochenen Transports gekennzeichnet werden. Unter den in den RGST genannten Voraussetzungen können Vor- und Nachlauf bei streckenbezogenen Dauererlaubnissen auch in einem Antrag zusammengeführt werden.
Was bedeuten die RGST 2026 für die Praxis?
Die neuen Richtlinien verkürzen Genehmigungsverfahren nicht automatisch.
Sie schaffen jedoch die Voraussetzungen für ein stärker standardisiertes, digital auswertbares und nachvollziehbares Verfahren. Das funktioniert nur, wenn die erforderlichen Daten vollständig, eindeutig und in der vorgesehenen Form vorliegen.
Unklare Fahrzeugangaben, fehlerhafte Achsbilder, nicht zusammenhängende Fahrtwegteile oder unpräzise Streckenbeschreibungen führen weiterhin zu Rückfragen, zusätzlichem Prüfaufwand oder einer Ablehnung.
Damit wird die Qualität des Antrags noch stärker zu einem Teil der eigentlichen Transportplanung.
Abgrenzung: RGST, VEMAGS und GST-Mikrokorridor
Die drei Begriffe gehören zusammen, bezeichnen jedoch unterschiedliche Dinge.
RGST 2026
Die RGST 2026 regeln, wie Großraum- und Schwertransporte beantragt, geprüft und beschieden werden.
VEMAGS
VEMAGS ist die digitale Anwendung, über die das Antrags- und Genehmigungsverfahren abgewickelt wird.
GST-Mikrokorridor
Ein GST-Mikrokorridor ist ein mit den örtlichen Behörden abgestimmter, für Großraum- und Schwertransporte besonders geeigneter Straßenabschnitt zwischen einer GST-Umschlagstelle und der nächstgelegenen Bundesfernstraße.
Ein Mikrokorridor erleichtert die Planung, ersetzt jedoch keine Erlaubnis oder Ausnahmegenehmigung. Auch seine Nutzung muss für den konkreten Transport genehmigt werden.
Die Arbeitsfassung von Christian Miß
Die RGST 2026 sind ein amtliches Regelwerk. Maßgeblich ist die Veröffentlichung im Verkehrsblatt 2026, Seite 594.
Christian Miß hat die amtlichen Richtlinien für die praktische Arbeit aufbereitet und zu einer verlinkten Arbeitsfassung zusammengeführt. Sie enthält interne Sprungmarken, Querverweise und ergänzende Unterlagen. Dazu gehören die Regelpläne für straßenverkehrsrechtliche Anordnungen im Rahmen der Begleitung von Großraum- und Schwertransporten sowie das Verpflichtungsgesetz.
Diese Aufbereitung erleichtert die Orientierung innerhalb des umfangreichen Regelwerks. Sie ist jedoch ausdrücklich eine modifizierte Arbeitsfassung und keine eigene amtliche Veröffentlichung.
Die Begriffe sind daher klar voneinander zu trennen:
==> RGST 2026: das amtliche Regelwerk
==> Arbeitsfassung von Christian Miß: die praxisorientierte Aufbereitung
==> gst-mikrokorridore.de: die private Website von Christian Miß
==> GST-Mikrokorridor: eine abgestimmte Verbindung zwischen GST-Umschlagstelle und Bundesfernstraße
Die Namensähnlichkeit zwischen Website und Mikrokorridor ändert nichts am amtlichen Status der in der Arbeitsfassung wiedergegebenen RGST 2026.
==> Zur aufbereiteten Arbeitsfassung von Christian Miß
Wann treten die RGST 2026 in Kraft?
Die Abschnitte 3.2 und 3.3 über private Begleitfahrzeuge und das dort eingesetzte Fahrpersonal gelten ab dem 1. Januar 2027.
Die vollständigen RGST 2026 treten am 1. April 2027 an die Stelle der RGST 2013.
Die Übergangszeit dient unter anderem dazu, VEMAGS an die neuen Vorgaben anzupassen und die praktische Umsetzung vorzubereiten.
Die Quintessenz
Die RGST 2026 geben ab 2027 den neuen verbindlichen Rahmen dafür vor, wie Großraum- und Schwertransporte in Deutschland beantragt, geprüft, genehmigt und digital begleitet werden.
Zum Weiterlesen im SLT-Lexikon
VEMAGS
Das digitale Verfahrensmanagement für Großraum- und Schwertransporte.
Gebrochener Transport
Wie Straße, Wasserstraße und Schiene zu einer Transportkette verbunden werden.
EVU-Karte | Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland
Übersicht der Eisenbahnverkehrsunternehmen und ihrer Standorte als Orientierung für den Schienengüterverkehr.
GST-Mikrokorridor
Die abgestimmte Verbindung zwischen einer GST-Umschlagstelle und dem übergeordneten Straßennetz.
GST-Umschlagstelle
Der Übergabepunkt zwischen Straße, Schiene und/oder Wasserstraße.
Quellen
Richtlinien für Großraum- und Schwertransporte – RGST 2026,
veröffentlicht im Verkehrsblatt 2026, Seite 594
VEMAGS – Verfahrensmanagement für Großraum- und Schwertransporte
Fachdatenbank GST-Umschlagstellen – Mikrokorridore
Christian Miß: Modifizierte Arbeitsfassung der RGST 2026, Stand 3. September 2026
Fachliche Mitwirkung
Dieses Lemma entstand unter fachlicher Mitwirkung von Christian Miß. Seine Aufbereitung der amtlichen RGST 2026 und seine Hinweise aus der Genehmigungspraxis sind in die Darstellung eingeflossen.
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Stand: 2. Oktober 2026
