Drei Monopiles für das Offshore-Projekt Nordlicht passieren auf der Wagenborg
Barge 8 den Nord-Ostsee-Kanal. Ein Schwertransport auf der Wasserstraße – mit bemerkenswerten Dimensionen.
Text + Foto: Tony Zech
Schwergewichte ziehen durchs Land. Oder, wie in diesem Fall, durch den Nord-Ostsee-Kanal.
Seit Wochen und Monaten verkehren mehrere Schleppverbände zwischen Nord- und Ostsee und passieren dabei tagsüber die Wasserstraße. Der Grund dafür sind große Offshore-Windparkprojekte in der Nordsee.
Vor wenigen Tagen war dort ein Transport mit bemerkenswerten Dimensionen unterwegs: Die 33 Meter breite Wagenborg Barge 8 wurde vom fast 5.000 PS starken Schlepper „Grossnordsee“ in Richtung Eemshaven gezogen.
Auf der 100 Meter langen Ladefläche der Barge lagen drei Monopiles. Jeder einzelne ist 80,50 Meter lang, misst zehn Meter im Durchmesser und bringt 1.290 Tonnen auf die Waage.
Zusammen sind das 3.870 Tonnen Stahl auf dem Weg zu ihrem späteren Einsatzort.
Die Monopiles wurden von EEW Special Pipe Constructions in Rostock gefertigt. Sie bilden später die Fundamente für Offshore-Windenergieanlagen. Pro Windkraftanlage wird ein Monopile im Meeresboden verankert.
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112 Windkraftanlagen vor Borkum
Die drei Schwergewichte gehören zum Offshore-Projekt Nordlicht, rund 85 Kilometer nördlich der Insel Borkum.
Nordlicht besteht aus den beiden Projekten Nordlicht I und Nordlicht II. Insgesamt sind 112 Windenergieanlagen des Typs Vestas V236-15.0 MW vorgesehen.
Nach vollständiger Inbetriebnahme soll der Windparkcluster Strom aus der Nordsee liefern. Die vollständige Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen.
Bis dahin werden noch einige Schwergewichte durch den Nord-Ostsee-Kanal ziehen.
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