Carolyne Braquet – vier Sprachen, und beide Beine fest in der Schwerlast
Vom Schraubschlüssel in der väterlichen Werkstatt bis zur Brückenplanung bei Max Bögl:
Caro kennt die Schwerlast nicht nur vom Schreibtisch – sondern vom Fahrersitz, vom Adapter, von der Strecke.
Sie plant, fragt nach, fährt mit – und bringt ihre Transporte verlässlich ans Ziel.
Ein Multitalent, das lieber anpackt, als zu theoretisieren.
Und: eine echte Teamspielerin, wie sie in der Branche nicht oft zu finden ist.
Schwerlast-Talente: „Caro, was treibt einen um, in die Schwerlast zu gehen?„
„Mein Vater hat Langholz gefahren, und ich fand diese langen schweren Teile immer unglaublich interessant.
Schwerlast-Spediteur Peter Adams ist bei uns gerad um die Ecke. Und die Autos und großen Ladungen: Einfach faszinierend, diese Länge und Schwere und Breite.“
„Ich bin in dem Kram versunken“.
Vom Vater hat Carolyne sehr viel gelernt. Sie hat jeden Samstag beim Vater in der Werkstatt gearbeitet: Ölwechsel, waschen, schmieren, alles, was so dazu gehört. Da war Caro 15/16 Jahre alt. Abends war sie dann erst um 23.30 h zuhause, und war dann zu „platt“, um mit anderen raus zu gehen.
Caro ist Luxemburgerin, in Belgien aufgewachsen und zur Schule gegangen. „Eigentlich wollte ich LKW fahren gehen, und eine Lehre bei Scania machen. Durfte ich aber nicht, weil die Frau Mama meinte, dass ich besser studieren gehe.“ Das hat sie getan, und ist somit Bachelor Außenhandel. Studium in Lüttich. Ganz nebenbei wurde der LKW-Führerschein gemacht. Diesen hat Caro übrigens heute noch, inkl. aller erforderlichen Module.
Caro ist luxemburgische Belgierin: französischsprachig, niederländisch ebenfalls, und natürlich deutsch. Englisch sowieso.
Gestartet ist Caro direkt nach dem Studium bei Balterio in Burtonville, und hat dort mit einem Kollegen die Filiale aufgebaut. Von 2 auf 6 Kollegen. Es wurde Laminat gefertigt, und Caro disponierte Straße, Luftfracht und Seefracht.
Danach folgten Stationen bei Speditionen, dort hat Caro die „normalen“ Planenzüge disponiert. Dann kamen noch Kranwagen – Caro sagt immer Kranwägen – in Bauunternehmen. Und dann, dann stand ein Inserat von Schwertransporte Peter Adams in der Zeitung, und, so Caro: „Dann musste ich mich dort bewerben. Ich konnte nicht anders.“ Sie startete mit kleinen Ladungen, und dann ging es los mit den Windkraft-Projekten. Caro: „Ich habe viel von einem Fahrer gelernt, Jean-Luc Genten. Mit ihm bin ich Türme (Turmadapter) gefahren, habe Streckenprüfungen gemacht, und Einschätzungen bekommen, wie du wo was reinfährst. Ich wollte wissen: Wie fährt man solch einen Turm um die Ecke?“ Es war sehr anstrengend für die Fahrer, aber es war eine unglaublich schöne Zeit. Und warum das alles? Weil sie wissen wollte, wie es ist, solche Türme zu fahren.

Einmal durfte sie einen Windflügel von Emden nach Lichtenbusch fahren, weil ein Fahrer krankheitsbedingt ausgefallen ist. „Hat riesig Spaß gemacht. Und ich habe eine Menge gelernt.“
Andere Story: „In Frankreich ging es nicht ganz auf mit den Zeiten für die Fahrer, und dann haben Danny, Jean-Luc und ich die Flügel geholt, und haben sie rübergebracht. Es war eine coole Zeit, mit tollen Kollegen und tollen Erlebnissen.“
Was weht denn eine Carolyne Braquet von Belgien nach Deutschland? Klar, oder – die Liebe. Da stand ein Mann dahinter, mit dem sie zuvor beruflich bedingt den einen oder anderen fachlichen Strauß ausgefochten hat. Dann ist sie nach Deutschland gezogen, der Liebe wegen. Heute disponiert Carolyne Achsen, Nachläufer, Baggerbrücken seit 2018 „beim Bögl“. Leider ohne internationalen Bezug, und das, das vermisst sie schon.

„Das Fahrerteam bei Bögl ist „ein megagutes Fahrerteam. Ich bin jedes Mal stolz auf unser Team, wenn wir unsere Transporte sauber + korrekt ans Ziel bringen.“
Carolyne Braquet bei Max Bögl
Max Bögl zählt zu den größten Bau-, Technologie- und Logistikunternehmen in Deutschland – mit Hauptsitz im bayerischen Sengenthal.
Das traditionsreiche Unternehmen ist nicht nur im Hoch- und Infrastrukturbau aktiv, sondern auch Spezialist für anspruchsvolle Großprojekte im Verkehrs- und Ingenieurbau. Mehr unter: www.max-boegl.de
Carolyne Braquet ist seit 2018 als Disponentin im Bereich Schwertransport bei Max Bögl tätig.
Ihre Aufgaben reichen von der Einsatzplanung von Nachläufern, Tiefbettkombinationen und Baggerbrücken bis hin zur Organisation komplexer Transporte auf Achsmodulen – etwa für Brückenträger oder Komponenten aus dem Windkraftanlagenbau.
Neben ihrer Dispo-Rolle begleitet sie Streckenprüfungen, plant Genehmigungsprozesse und steht im engen Austausch mit Fahrern, Technik und Baustellenleitung.
Ihr besonderes Augenmerk: eine reibungslose Logistik, bei der Planung und Praxis Hand in Hand gehen.
Das leidige Thema Genehmigungswesen: Carolyne Braquet hat damit ständig zu tun, als Disponentin bei Max Bögl. „Die Planung ist eine Herausforderung in Deutschland, was im Genehmigungsverfahren los ist. Es dauert oft Wochen, bis man seine Genehmigung bekommt, und manchmal gibt es sogar bis zu 10 Versionen. Unglaublich! Das Geschäft ist seit einigen Jahren schwerer geworden, als es eh schon ist. Aber wir schaffen es immer, gut und heil anzukommen.“
Stimmen von Kollegen: Reisst sich für uns die Beine aus. Wenn mal etwas fehlt, setzt die Caro sich ins Auto und bringt es persönlich rüber. Eine gute Kollegin, der man vertraut.
(Suggetiv-) Frage an Caro: Was möchtest du in deinem beruflichen Leben, nach DEM bisherigen Lebensweg, noch (mal) machen?
„Gerne, sehr gerne möchte ich sprachlich wieder mehr machen.“
Fazit
Irgendwie ist eine solch viersprachig-schwerlastverpeilte Frau ein Sechser im Lotto für die Schwerlast-Branche.
Wohl dem, der eineCarolyne Braquet als Mitarbeiterin und Kollegin hat.
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