Schwertransport-Fakten zum Einsatz
Transportgut: Transformator, Gewicht 305 Tonnen
Besonderheit: Umladung mitten auf einem Bahnübergang
Verkehrsmaßnahme: Vollsperrung von Schiene und Straße
Transportmittel:
– Lokomotive BR 218 mit 2.800 PS
– Zwei MAN-Zugmaschinen (680 PS & 640 PS)
– Kübler-Tragschnabelwagen, Nutzlast 348 t
– TII-Scheuerle Intercombi-Anhänger
Unterstützung:
Krane von Subunternehmern und die Besatzungen beider Transporteinheiten
Grund: Empfänger ohne Gleisanschluss
Mitten auf dem Bahnübergang wurde der 305-Tonnen-Transformator vom Zug auf einen Straßentieflader aka Tragschnabelbrücke umgesetzt.
Mitten auf einem Bahnübergang an der Schweizer Grenze bei Bad Säckingen wurde ein 305-Tonnen-Transformator vom Zug auf einen Straßentieflader umgesetzt. Ein Vorgang, der so klingt, als sei er für ein Lehrbuch der Schwerlastlogistik geschrieben – und der gleichzeitig das Improvisationstalent dieser Branche zeigt.
Eigentlich läuft der Fahrplan bei der Kübler Spedition nach einem klaren Muster: möglichst lange auf der Schiene, so kurz wie nötig auf der Straße. Denn die Bahn verkraftet hohe Achslasten und extreme Fahrzeuggewichte besser als jede Landstraße. Doch ohne Gleisanschluss am Zielort blieb diesmal nur eine kreative Lösung: Die Straße selbst wurde zur Rampe.
Doch bei diesem Einsatz war klar: Der Empfänger hat keinen Gleisanschluss. Also musste eine Alternative für die letzte Meile her. Und die war ebenso pragmatisch wie kreativ: Mitten auf einem Bahnübergang wurde der Trafo kurzerhand umgesetzt.
Technik trifft Schwertransport-Choreografie
Zum Einsatz kam schweres Gerät: Eine Lok der Baureihe 218 mit 2.800 PS brachte den Transformator im Tragschnabelwagen – ein Eigenbau von Kübler Heavy Rail mit 348 Tonnen Nutzlast – bis nach Bad Säckingen.
Dort übernahmen zwei MAN-Zugmaschinen mit 680 und 640 PS in Kombination mit Intercombi-Modulen von TII-Scheuerle. Unterstützt von Kranen externer Partner und den Besatzungen beider Transporteinheiten wurde der Trafo auf dem Bahnübergang Schritt für Schritt von der Schiene auf die Straße gesetzt.
Dabei musste nicht nur der 300-Tonnen-Transformator bewegt werden: Präzision, Timing und Teamwork waren also Pflicht.
Der Zug rangierte das Schwergewicht unter Vollsperrung in Position. Auf dem Bahnübergang setzte man die erste Hälfte des Trafos ab, entfernte das Drehgestell – und ließ den Straßentieflader im 90°-Winkel darunterfahren. Nach einem zweiten Umladeschritt saß der Trafo sicher auf der Tragschnabelbrücke, und die Schiene war wieder frei.
Prokurist Thorge Clever von Kübler kommentierte diese Aktion mit einem Augenzwinkern: „Solche Lösungen zeigen, dass man in der Schwerlastlogistik manchmal querdenken muss – im wahrsten Sinne des Wortes.“
Fazit
Ein 305-Tonnen-Transformator mitten auf einem Bahnübergang – das klingt abenteuerlich, war aber das Ergebnis präziser Planung und jahrelanger Erfahrung. Die Tragschnabelbrücke, ausgelegt bis 348 Tonnen Nutzlast, machte den Einsatz technisch möglich, und das Team der Kübler Spedition machte ihn praktisch machbar.
Für mich bleibt die Erkenntnis: Schwerlast ist Teamarbeit, Improvisationskunst – und manchmal eben auch ein Spezial-Verladebahnhof mitten im Nirgendwo.
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Fotos: Kübler-Spedition








