Ein Gittermast ist eine aus Stäben und Profilen aufgebaute Fachwerkkonstruktion, die bei Kranen als Mast oder Ausleger eingesetzt wird. Typisch ist die offene, dreieckige oder viereckige Gitterstruktur, die hohe Steifigkeit mit vergleichsweise geringem Eigengewicht verbindet.
Warum wird ein Ausleger als Gittermast gebaut?
Bei großen Auslegerlängen würde ein massiver geschlossener Ausleger sehr schwer. Die Fachwerkbauweise spart Eigengewicht und ermöglicht trotzdem große Längen und hohe Tragfähigkeiten. Deshalb sind Gittermastausleger besonders bei Raupenkranen und großen Mobilkranen verbreitet.
Der Hauptausleger besteht dabei häufig aus mehreren Gittermastsektionen, die für den jeweiligen Einsatz zusammengesetzt werden. Dadurch lässt sich die Auslegerlänge an die geplante Hubaufgabe anpassen.
Gittermast ist nicht gleich Teleskopausleger
Ein Teleskopausleger verändert seine Länge durch ineinandergeschobene, ausfahrbare Segmente. Ein klassischer Gittermastausleger wird dagegen aus einzelnen Gittermastteilen montiert. Das Rüsten dauert dadurch meist länger, ermöglicht aber sehr große Auslegerkonfigurationen.
Mehr als nur der Hauptausleger
Gittermastkonstruktionen können auch als Derrickausleger, feste Gittermastspitze oder wippbarer Hilfsausleger eingesetzt werden. Welche Kombination zulässig ist und welche Tragfähigkeit daraus entsteht, ergibt sich immer aus den Herstellerunterlagen und dem konkreten Rüstzustand.
Verknüpfte Begriffe: Hauptausleger beim Raupenkran · Gittermastspitze · Teleskopausleger · Auslegerkonfiguration · Raupenkran
Quellen und weiterführende Informationen:
Stand: August 2026
