Derrickballast im praktischen Einsatz: Beim Hub des Brückenbauteils wirkt der hinter dem Raupenkran angeordnete Ballast dem Lastmoment entgegen und ermöglicht die erforderliche Tragfähigkeit. | Foto: Manfred Haiduk
Als Derrickballast wird der zusätzliche Gegenballast eines Krans bezeichnet, der mit dem Derrickausleger verbunden ist. Er kommt bei großen Kranen mit Derrickausrüstung zum Einsatz, wenn besonders schwere Lasten oder große Ausladungen bewältigt werden müssen.
Der Derrickausleger befindet sich auf der dem Hauptausleger gegenüberliegenden Seite des Krans. Über das Abspannsystem verbindet er den Hauptausleger mit dem Derrickballast. Weil dieser Ballast mit größerem Abstand zur Drehmitte angeordnet werden kann, erzeugt er ein besonders hohes Gegengewichtsmoment. Dadurch erhöht sich – abhängig von der Krankonfiguration und der zugehörigen Traglasttabelle – die Tragfähigkeit des Krans.
Der Derrickballast kann unterschiedlich ausgeführt sein: etwa als Schwebeballast, auf einer Ballastpalette, einem Ballastwagen oder einem entsprechend ausgerüsteten SPMT. Welche Ausführung, Ballastmenge und welcher Ballastradius zulässig sind, ist für jeden Hub genau vorgegeben.
Quintessenz
Derrickballast ist zusätzlicher, mit dem Derrickausleger verbundener Kranballast. Durch seinen großen Abstand zur Drehmitte unterstützt er den Kran bei besonders schweren Hüben und großen Ausladungen. Seine Ausführung und Anordnung richten sich nach der jeweiligen Krankonfiguration und Traglasttabelle.
→ Verknüpfte Begriffe: Derrickausleger · Ballast · Ballastierung · Schwebeballast · Ballastwagen · Ausladung · Lastmoment · Traglasttabelle
