Der Bergepanzer Büffel, auch Bergepanzer 3 genannt, gehört zur Gruppe der Kampfunterstützungsfahrzeuge. Er entstand als gemeinsame Entwicklung Deutschlands und der Niederlande auf Basis des Leopard 2. Entwickelt wurde er von MaK in Kiel, später Rheinmetall Landsysteme, wobei zahlreiche Komponenten und Fertigungsanteile aus dem Leopard-2-Umfeld von Krauss-Maffei Wegmann stammten.
Herrlich.
Da schlägt tatsächlich das Herz des Kran-Profis höher. Und ehrlich gesagt: Die Bundeswehr hat diese Seite ziemlich gut gemacht. Das ist ja fast ein interaktives Datenblatt ==> KLICK
Technische Daten Bergepanzer 3 Büffel
→ Länge: 9,07 m
→ Höhe: 2,99 m
→ Motorleistung: 1.103 kW (1.500 PS)
→ Höchstgeschwindigkeit: 68 km/h
→ Fahrbereich: 470 km
→ Gefechtsgewicht: 55,3 t
→ Hubkraft der Krananlage: 30 t
→ Hauptwinde: 343 kN Zugkraft
→ Nutzbare Seillänge Hauptwinde: 140 m
Quelle: Bundeswehr
Ein Panzer? Ein Kran-Profi sieht zunächst etwas anderes
30 Tonnen Hubkraft. Da denkt der Kranmensch sofort: „Das ist kein Spielzeug.“ Für Motorenwechsel und schwere Baugruppen ist das durchaus beachtlich.
343 kN Zugkraft der Hauptwinde. Das sind rund 35 Tonnen. Mit Umlenkrollen entsprechend mehr. Sofort denkt man an Seilkräfte, Anschlagmittel und Windenfahrzeuge. Dazu kommen 140 Meter Seillänge. Da fühlt man sich unwillkürlich an Berge- und Windenfahrzeuge aus der Kranbranche erinnert.
Und dann das Bediengerät für Kranen und Bergen. Der Bediener steht außerhalb des Fahrzeugs. Das kennt jeder, der mit Funkfernsteuerungen an Kranen arbeitet. Beim Räumschild denkt der Kran-Profi vermutlich zuerst gar nicht an Erdarbeiten. Sondern an Kräfte.
Was für den Mobilkran die Abstützung ist, ist beim Büffel das Räumschild. Irgendwo müssen die Kräfte schließlich hin.
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Triebwerkshebegeschirr statt Hakenflasche
Und dann stolpert man über einen Begriff, bei dem vermutlich sowohl der Soldat als auch der Kranmann grinsen.
Triebwerkshebegeschirr.
Im Grunde ist das nichts anderes als ein spezielles Lastaufnahmemittel. Nur klingt es eben deutlich martialischer als Hakenflasche oder Traverse. Und genau hier beginnt der Artikel eigentlich erst.
Denn plötzlich verschwinden die Unterschiede zwischen militärischer und ziviler Welt erstaunlich schnell. Der eine spricht von Gefechtsbergung, der andere von Pannenhilfe. Der eine verwendet Triebwerkshebegeschirre, der andere Lastaufnahmemittel. Der eine fährt Kettenfahrzeuge, der andere Transformatoren oder Windkraftanlagen.
Aber beide beschäftigen sich mit denselben Dingen: Hubkräften, Lastschwerpunkten, Seilwinkeln, Anschlagpunkten und Winden. Und mit der Frage, wie man etwas wieder bewegt, das sich aus eigener Kraft gerade nicht mehr bewegen will.

Foto: Bundeswehr / Marco Dorow
Der Fachmann für alles Grobe
Die Bundeswehr nennt den Bergepanzer 3 Büffel den „Fachmann für alles Grobe“.
Ein Schwerlast-Profi würde vermutlich sagen: Kran, Winde, Werkstattwagen und Bergefahrzeug auf Ketten.
Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb sich viele ehemalige Bundeswehr-Kraftfahrer, Mechaniker und Instandsetzer später in der zivilen Schwerlastbranche so schnell zuhause fühlen. Die Sprache ist manchmal eine andere. Die Physik dagegen macht keinen Unterschied.
So manches Gespräch zwischen Soldat und Kranfahrer dürfte schneller beim Lastschwerpunkt landen als beim Dienstgrad.

Foto: Bundeswehr / Marco Dorow
Die Quintessenz
Der Bergepanzer 3 Büffel ist aus Sicht der Bundeswehr der „Fachmann für alles Grobe“. Ein Schwerlast-Profi erkennt darin vor allem ein bemerkenswertes Arbeitsgerät. Kran, Winde, Bergeeinrichtung und Werkstattwagen auf Ketten. Oder, etwas salopper formuliert: einen Kollegen auf Ketten, der zufällig Tarnfarbe trägt.
Werbung wegen Nennung und Verlinkung von Marken und Namen
Bildquellen: Bundeswehr / Marco Dorow
